Iftar-Empfang des LVIKZ Ba.-Wü. im Ramadan 2018

Stuttgart, 06. Juni 2018: Die Iftar-Abende anlässlich des Fastenmonats Ramadan haben eine lange Tradition beim Landesverband der Islamischen Kulturzentren e.V. (LVIKZ). Am vergangenen Montag begrüßte Yavuz KAZANC, Vorstandsvorsitzender des LVIKZ, die zahlreich erschienenen Gäste zum gemeinsamen Fastenbrechen in der Stuttgarter Zentrale.

Eine Vielzahl von Persönlichkeiten aus Politik, Kirche, Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft und des öffentlichen Lebens folgten der Einladung. Unter ihnen der Staatsminister des Landes Baden-Württemberg Herr Klaus-Peter Murawski, der Vizepräsident des VIKZ Deutschland Herr Seyfi Ögütlü, der türkische Generalkonsul Ahmet Akinti, Prof. Dr. Michael-Cornelius Hermann vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport, der Bürgermeister der Landeshauptstadt Stuttgart Werner Wölfle, der Leiter des Zentrums für Islamische Theologie an der Universität Tübingen Prof. Erdal Toprakyaran, die Vorstandsvorsitzenden der muslimischen Dachorganisationen in BW Herr Altuntas (DITIB) Herr Soylu (IGBW) Herr Bascelic (IGBD), die Islambeauftragte der Evangelischen Landeskirche Baden Frau Prof. Dr. Elisabeth Hartlieb. Vom Verbindungsbüro zwischen Kirche und politischen Institutionen der Diözese Rottenburg-Stuttgart und Freiburg Dr. Gerhard Neudecker sowie der Islambeauftragte der Diözese Herr Dr. Wolfgang Rödl, die Vorstandsmitglieder der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württemberg Frau Susanne Jakubowski und Herr Michael Kashi sowie der Evgl. Stadtdekan Herr SØren Schwesig und weitere Gäste aus Kultur und Wirtschaft.

Nach der Begrüßung betonte Kazanc die für den LVIKZ zweifache Bedeutung des Abends. Zum Einen die für die Muslime sehr bedeutende Fastenzeit, die Muslime Gastfreundschaft, Hilfsbereitschaft, Solidarität, Selbstbeherrschung und Geduld lehrt. Zum Anderen berichtete er, dass der LVIKZ dieses Jahr sein 50-jähriges Bestehen feiert. Er erzählte über die Geschichte der Gemeindegründung im Jahre 1968. "Als LVIKZ sind wir stets bemüht, durch unsere vielfältige Arbeit unseren Beitrag für das friedliche Zusammenleben zu leisten.“ sagt Kazanc über die Vereinsarbeit und betont, dass der LVIKZ immer schon ein zuverlässiger Partner gegenüber der Landesregierung und anderen Institutionen in Baden Württemberg ist. Er unterstrich, dass der LVIKZ sowohl im Projektbeirat IRU beim Kultusministerium als auch im Beirat für den Studiengang Islamische Theologie an der Uni Tübingen und auch in anderen gesellschaftlichen Projekten seinen konstruktiven Beitrag leistet.

Während seiner Iftar-Ansprache dankte der Vizepräsident des Verbands der islamischen Kulturzentren, Herr Seyfi Ögütlü den Gästen und berichtete über die vielen aktuellen Tätigkeiten und Projekte des VIKZ. Er unterstrich die Bedeutung des Ramadan in der muslimischen Gemeinschaft. Ferner hob er hervor, dass der gesellschaftliche Zusammenhalt nur gemeinsam gemeistert werden könne.

Staatsminister Klaus-Peter Murawski überbrachte zu Beginn seiner Rede die Grüße des Ministerpräsidenten des Landes Baden-Württemberg Herrn Kretschmann und der Landesregierung und wies unter anderem darauf hin dass es im islamischen Fastenmonat Ramadan üblich ist, neben der Familie auch Nachbarn und Freunde zum gemeinsamen Fastenbrechen nach Sonnenuntergang einzuladen. Er betonte das es insbesondere in den aktuellen Tagen wichtig ist sich auf Gemeinsamkeiten zu fokussieren und auch aufeinander zuzugehen um lokal eine gute Verbindung zueinander zu haben, auch wenn international manche Spannungen vorherrschen sollten. Er unterstrich auch die Wichtigkeit verlässlicher und kompromissbereiter Partner und und dass der LVIKZ ein solcher Dachverband in Baden- Württemberg ist. zudem Veranstaltungen wie der heutige Abend eine gute Gelegenheit für eine notwendige Zusammenkunft sind um den gemeinsamen Dialog weiter zu intensivieren. "Daher bin ich gerne zum Iftar-Essen in die Stuttgarter Zentrale gekommen, um mit dem Landesverband der Islamischen Kulturzentren Baden-Württemberg und seinen Gästen den Abend zu feiern“. Zum Abschluss seiner Rede gratulierte er dem Landesverband zu ihrem 50-jährigen Jubiläum.

Anschließend richtete der Generalkonsul der Türkei, Herr Ahmet Akinti seine Grüße an die Gemeinde und betonte, dass die hier lebenden türkischstämmigen Menschen sich in die deutsche Gesellschaft integrieren sollten, in dem sie an Wirtschaft und Politik teilnehmen. Gelichwohl richtete er die Aufforderung an die Politik die terroristischen Anschläge auf türkischstämmige Moscheegemeinden so schnell wie möglich aufgeklärt wird. Er forderte eine schnelle Ermittlung der Täter und eine anschließende Verurteilung durch die Justiz. Auch der Generalkonsul bedankte sich am Ende seiner Rede für die Einladung zum traditionellen Fastenbrechen beim LVIKZ und beglückwünschte diesen zu seinem 50-jährigen Jubiläum und dass "noch viele weitere Jahre" folgen.

Im Anschluss an die Grußworte erfolgte der Ezanruf zum Abendgebet durch den Imam der Gemeinde, das Zeichen dass nun mit Fastenbrechen begonnen werden kann. und der Startschuss für das gemeinsame Iftaressen und für intensive Gespräche.